Frühkindliche Reifung und gezielte Förderung mit der INPP-Methode
INPP steht für „Institute for Neuro-Physiological Psychology“ und wurde 1975 in Chester/England von Dr. Peter Blythe gegründet.
Unter seiner Leitung und später durch Sally Goddard Blythe wurden in langjähriger Forschungsarbeit entscheidende Fortschritte im Erkennen und Behandeln von Entwicklungsverzögerungen erzielt.
Das INPP gilt heute als Vorreiter in der Erforschung neuromotorischer Unreife und deren Auswirkungen auf Lernen, Verhalten und Entwicklung von Kindern.
Wie wird neuromotorische Unreife erkannt?
Mit Hilfe speziell entwickelter Standardtests können folgende Bereiche überprüft werden:
- Das Vorhandensein von Restreaktionen frühkindlicher Reflexe
- Die Unterentwicklung von Halte- und Stellreaktionen
- Die sensorische und motorische Entwicklung
Diese Ergebnisse geben Hinweise auf eine neuromotorische Unreife.
Wie unterstützt die INPP-Methode?
Anstatt Symptome zu behandeln, setzt die Methode direkt bei den Ursachen an.
Das Kind erhält ein individuell abgestimmtes häusliches Übungsprogramm, das nur 5-10 Minuten tägliches Training erfordert.
Die INPP-Methode hilft dabei, kleine Lücken in der kindlichen Entwicklung zu schließen und gibt dem Gehirn eine zweite Chance, wichtige Reifungsprozesse nachzuholen.
Neuromotorische Unreife
Bereits in der Schwangerschaft, während der Geburt oder in den ersten Lebensmonaten können ungünstige Einflüsse die Entwicklung des kindlichen Gehirns beeinträchtigen. Dadurch verläuft der natürliche Reifungsprozess nicht immer störungsfrei
Bleiben infolgedessen Restreaktionen frühkindlicher Reflexe teilweise bestehen, können sie weiterhin das Körpersystem beeinflussen. Dies wirkt sich sowohl auf die sensomotorische Entwicklung als auch auf das psychosoziale Verhalten aus.
Viele Kinder mit neuromotorischer Unreife verfügen über eine normale oder sogar überdurchschnittliche Intelligenz. Dennoch können sie durch Bewegungs- und Verhaltensauffälligkeiten sowie Lern- und Wahrnehmungsschwierigkeiten in ihrem Alltag eingeschränkt sein.
Da sie für viele Aufgaben mehr Energie aufwenden müssen als andere Kinder, bleibt ihr Potenzial oft ungenutzt. Sie wirken erschöpft, unkonzentriert oder schneller frustriert.
